Eine persönliche Auswahl von Empfehlungen von und für Querwechsler:innen – Romane, Sachbücher, Filme und Forschung. Wenn aus Ihrer Sicht etwas fehlt, schreiben Sie uns gerne.
Querwechsler, Quereinsteiger, Seiteneinsteiger, Seitenwechsler – was ist eigentlich was?
Seiteneinsteiger oder Quereinsteiger sind Personen, die ohne entsprechende Ausbildung in ein neues Betätigungsfeld wechseln. Der Begriff Seitenwechsler wird häufig im Zusammenhang mit Lobbying verwendet. Im Gegensatz dazu sind Querwechsler:innen erfahrene Führungskräfte ohne Lobbying-Absichten, die nach einer ersten Karriere im privaten Sektor in den öffentlichen Sektor gewechselt sind – oder umgekehrt.
Forschung
Querwechsler als Impulsgeber für die Verwaltung von morgen
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Die Hertie School hat Potenziale und Erfahrungen von Querwechseln in die Verwaltung untersucht. Die Studie bezeichnet Querwechsler:innen als mögliche „change enabler“ in der Verwaltung.
Aus dem NetzwerkSachbuch
Gestalten statt Verwalten!
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„Hunderte von Flüchtlingen vor Wartezelten, durstig, hungrig, erschöpft: Die Bilder vom Gelände des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales, kurz LaGeSo, gingen im Sommer 2015 um die Welt. Als Sebastian Muschter ein halbes Jahr später die Leitung als kommissarischer Präsident übernahm, hatte sich die humanitäre Notlage längst als Verwaltungskrise erwiesen. In seinem Buch erzählt Sebastian Muschter, wie diese Verwaltungskrise von innen aussah. Er schildert, mit welchen Mitteln das Landesamt sie im Laufe des Jahres 2016 bewältigte. Er analysiert, welche politischen Fehlentscheidungen und Versäumnisse zu der offensichtlichen Überforderung geführt haben. Er zeigt, wo auch andere Bereiche der Verwaltung in Deutschland gefährliche Strukturschwächen aufweisen. Und er sagt, was Behörden, Politik, Medien und Bürger tun können, um die Verwaltung in Deutschland krisenfest zu machen.“

Sachbuch
Das Neue Land
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„Ein neues Land – das klingt wie eine Verheißung. Tatsächlich ist es längst da, dieses neue Land, nur muss es endlich sichtbar werden. Verena Pausder entwirft in ihrem Buch eine faszinierende Skizze der Zukunft, mutig und konsequent. Es ist der Entwurf eines Landes, das nicht mehr auf den Wohlstand der Vergangenheit setzt, sondern mit neuen Technologien, neuen Lebensentwürfen und vor allem neuen Ideen das Leben von uns allen verändern wird. ‚Das Neue Land‘ ist so etwas wie die Grundsatzerklärung einer Generation, die endlich Verantwortung übernehmen will, und den gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Umbau weiter vorantreiben will. Dass wir etwas ändern müssen, dass wir digitaler, innovativer, flexibler, neugieriger, mutiger und menschlicher werden müssen, ist bekannt; es mangelt nur an der Umsetzung. Verena Pausder zeigt uns, wie wir das schaffen werden.“

Sachbuch
Neustaat
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„Nicht erst seit Corona schauen wir mit Sorge auf Föderalismus, Verwaltung und internationale Zusammenarbeit. Während die Welt sich in tosendem Tempo verändert, stößt der Staat an seine Grenzen. Projekte dauern zu lange oder scheitern ganz. Wir sitzen in der Komplexitätsfalle: Wir sind häufig zu hierarchisch, zu bürokratisch und zu langsam. Dieses Buch zeigt, wie der Staat wieder besser funktionieren kann und wie wir unseren Wohlstand, unsere Werte, unsere Art zu leben erhalten können. 29 Bundestagsabgeordnete und 35 Experten mit messerscharfen Analysen und 103 konkreten Vorschlägen für einen Neustaat.“

Sachbuch
Zusammen leben
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„Die belgische Stadt Mechelen war mal ganz unten, verwahrlost und kriminell. Ihr Image: die dreckigste Stadt Belgiens. Doch Bart Somers hat sie wieder aufgerichtet – mit einer verblüffenden Doppelstrategie: Null-Toleranz und Multikulti. Im Jahr 2016 wurde Bart Somers in London vom Weltverband der Bürgermeister zum „besten Bürgermeister der Welt“ gewählt. Somers ist in seiner Stadt Mechelen gelungen, was in den meisten Städten mit sozialen Brennpunkten nur selten gelingt: Er hat die Kriminalitätsrate dramatisch gesenkt, und trotz 128 Nationalitäten und 20 Prozent muslimischem Bevölkerungsanteil klappt in seiner Stadt die Integration.“

Sachbuch
Volles Risiko
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„Susanne Gaschke war jahrelang Journalistin und kennt die Regeln des Politikbetriebs in Deutschland. Irgendwann wollte sie selbst Verantwortung übernehmen. 2012 von den Kielern als Kandidatin der SPD-Basis zur Oberbürgermeisterin gewählt, machte sie sich auf, die politische Arbeit offener zu gestalten, bürgernah, ohne eingefahrene Rituale. Ein Jahr später trat sie zurück, im Wirbel eines seltsamen Skandals, der bundesweit Beachtung fand. Was ging schief? Offen schildert Susanne Gaschke ihre Erfahrungen an der Spitze einer großen Verwaltung, die Mechanismen des politischen Geschäfts, die Machtspiele, die den politischen Alltag oft stärker prägen als das Ziel, ein Problem zu lösen.“
Film
Der König von Köln
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Satire aus 2019 über den Kölner Messeskandal aus 2006. Hier der Trailer – eventuell findet sich der Film auch noch in der Mediathek der ARD.
Film
Zoomania
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Ein US-amerikanischer Computeranimationsfilm von Walt Disney Pictures, der 2016 im Kino lief. In einer von anthropomorphen Säugetieren bewohnten Welt erfüllt sich die Häsin Judy Hopps ihren Berufswunsch und wird als erster Hase Polizist. Damit tritt sie in die Polizeiverwaltung ein. Der für jede Altersgruppe freigegebene Film bietet Unterhaltung für die ganze Familie, weil neben den niedlichen kindgerechten Figuren auf komische Weise einige nette Klischees der öffentlichen Verwaltung bedient werden.
Trailer · Die beliebte Szene mit den Faultieren als Sachbearbeiter
Film
Der Vollposten
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Ein italienischer Film, durch den man lernen kann, wie man seine Verbeamtung auf Lebenszeit vor allen Reformen und Kürzungen schützt. In Italien war der Film einer der erfolgreichsten aller Zeiten. Vermutlich weil den Italienern nachgesagt wird, dass sie den Beamtenjob immer noch als einen der erstrebenswertesten ansehen. Aber auch vor dem deutschen Humor sollte der Film bestehen können. Hier der Trailer.
Aus dem NetzwerkRoman
Geheimnisse, Lügen und andere Währungen
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Wolfgang Ainetter, ehemaliger Kommunikationschef im Bundesverkehrsministerium, hat einen fiktiven, satirischen Ministeriumskrimi geschrieben. In seinem Vorwort betont der Autor: „Diese Geschichte ist ebenso wahr wie die Lebensläufe von Abgeordneten.“
„Alarm im Berliner Regierungsviertel: Der wichtigste Beamte eines Ministers ist verschwunden – vermutlich entführt! Kommissar André Heidergott, gebürtiger Wiener und damit von Haus aus Charmeur, ermittelt in der Machtzentrale Deutschlands. Er deckt auf: Das Opfer war ein Meister der Lügen und Intrigen. Zahlt der Top-Beamte dafür jetzt den Preis?“

Roman
Machterhalt
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„Idealistisch und motiviert startet Verena Kertner als neue Amtsleiterin für Informationsverarbeitung und Digitalisierung in einer deutschen Großstadt. Mit beinahe unerschütterlichem Optimismus will sie beweisen, dass auch Städte professionelle digitale Dienstleistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger anbieten können.
Stattdessen muss sie erst einmal über Jahre verschleppte Projektpannen beheben sowie Verleumdungen und Boykott abwehren, obwohl ihr Ziel doch im Sinne aller sein sollte!? Verena wird zu einer Getriebenen, die das politische Taktieren lernen muss, um nicht unterzugehen. Dafür nimmt sie zahlreiche Überstunden in Kauf und riskiert ihre Ehe. Als sie schließlich einem Betrug auf die Spur kommt, dessen Aufarbeitung politisch ungelegen kommt, bringt sie sich und ihre Mitarbeitenden in Lebensgefahr.“

Roman
Kalte Macht
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Polit-Thriller aus dem Jahr 2013, der im Bundeskanzleramt in der zweiten Legislaturperiode der Kanzlerin spielt. Hauptfigur ist eine junge Staatssekretärin, die einem Komplott alter Seilschaften auf die Spur kommt. Die Figuren sind fiktiv, Ähnlichkeiten aber unvermeidbar.

Roman
Palermo
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„Die Oper von Palermo – einst war sie ein Haus von Weltruhm, mittlerweile ist sie marode und unbedeutend. Als Tommaso Moncorrente ihre Leitung übernimmt, erfüllt sich sein Jugendtraum: An diesem Ort sollen Menschen verzaubert und beglückt werden. Doch dann verfängt er sich in einem Geflecht aus Intrigen und politischen Machtspielen. Und eine einstige Liebe wird ihm zum Verhängnis.“
Der Autor Laufenberg ist Theaterintendant. 2009 bis 2012 war er in Köln tätig. In dem Roman arbeitet er seine Erfahrungen auf, die insbesondere durch die Entscheidung Sanierung vs. Neubau des Kölner Opernhauses geprägt war.


