Ingo Caspari verbrachte die ersten zehn Jahre seiner Berufstätigkeit in der Privatwirtschaft. Als Berater arbeitete er in unterschiedlichen Branchen – Telekommunikation, Automotive, regenerative Energien und Onlinehandel. In dieser Zeit verantwortete er insolvenznahe Sanierungen und übernahm in kritischen Unternehmensphasen interimistisch die Leitung von Controlling und Finanzen.

Die Sanierungserfahrung wurde zur Brücke in den öffentlichen Sektor, in dem er nunmehr seit mehr als 15 Jahren beratend tätig ist – analog zur Privatwirtschaft als „externer-interner“, der interimistisch Verantwortung übernimmt, etwa als Leiter von Programmen in Ministerien. Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist die Verwaltungsdigitalisierung. Heute verantwortet er als Head of Public Sector Deutschland bei ReqPOOL (Managementberatung für Software) die Beratung der öffentlichen Hand.

Als Querwechsler vertritt er die Meinung, „dass der öffentliche Sektor in zahlreichen Bereichen von der Privatwirtschaft lernen sollte. Zu diesen Bereichen zählt das ökonomische Denken, ein anderes Risikoverständnis, ein geänderter Umgang mit Innovation sowie auch vermeintlich profane Dinge wie Projektmanagement.“

Das Querwechseln spiegelt sich auch akademisch: Er studierte in Trier BWL mit dem Schwerpunkt Steuer-, Finanz- und Prüfungswesen, schloss einen klassischen MBA in Cardiff ab und promovierte berufsbegleitend in St. Gallen zu kommunalen Privatisierungen. Seine Veröffentlichungen beleuchten in der Regel die Schnittstelle von Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor, insbesondere in den Bereichen Finanzen und Digitalisierung. Auch seine Lehrtätigkeiten spiegeln das Querwechseln (International School of Management, Köln und NRW-School of Governance).

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